NeuroSPINE beim IGMEDT-Kongress 2026: Rückblick auf 26 Minuten im Europahaus Wien
Letzter Slot des Tages, Redezeit halbiert, ein Publikum nach zwei Kongresstagen voller Theorie: Wie Florian Schöning NeuroSPINE bei den Internationalen Ganzheitsmedizinischen Tagen vorgestellt hat – und welche Frage danach am häufigsten kam.

Vom 4. bis 6. September 2026 fanden im Europahaus Wien die Internationalen Ganzheitsmedizinischen Tage (IGMEDT) statt, veranstaltet von der Internationalen Gesellschaft für Ganzheitsmedizin (IGGMED), in diesem Jahr unter dem Motto „Ganzheitsmedizin im Gespräch". Am Samstagnachmittag, im letzten Vortragsslot des Kongresses, stellte Florian Schöning NeuroSPINE vor – die Verbindung der Primärläsion-Technik von Dr. Adel Rayess mit der NeuroNJect-Injektionstechnik.
Ein Slot, halb so lang wie geplant
Geplant waren fünfzig Minuten. Weil die vorangegangenen Vorträge überzogen hatten, blieben am Ende sechsundzwanzig. Die Entscheidung fiel am Rednerpult: keine Theorie mehr für ein Publikum, das seit zwei Tagen Theorie gehört hatte, sondern Praxis – Fallverläufe, ein paar Kernsätze, und der Rest über den QR-Code auf der letzten Folie.
Was in 26 Minuten Platz hatte
Der Vortrag folgte der Logik der Methode selbst: zuerst die Diagnostik, dann die Behandlung.
- Die Technik von Dr. Adel Rayess. Wie der Osteopath aus dem Libanon während seiner Ausbildung am Seziertisch auf die primäre Läsion gestoßen ist und seit rund drei Jahrzehnten nichts anderes tut, als diese eine Stelle zu finden – erzählt anhand von Verlaufsdokumentationen aus seiner Praxis, darunter mehrfach voroperierte Wirbelsäulenpatienten.
- NeuroNJect. Die perineurale Injektion mit fünfprozentiger Glukose, die Florian Schöning weiterentwickelt hat – bewusst abgegrenzt: „Es ist keine Prolotherapie. Es hat einen ganz anderen Zweck, es funktioniert ganz anders … es ist 5 % Glukose."
- Drei Wege zur Primärläsion. Palpation für alle, die mit den Händen arbeiten; MRT-Interpretation für alle, die es nicht tun; das Nervoscope als apparativer Hinweisgeber.
- Die Behandlung. Eine gezielte Manipulation an genau einer Stelle – und für alle, die nicht manipulieren wollen oder sollten, Alternativen wie die Stoßwelle. Werkzeuge, die viele im Saal ohnehin schon im Koffer hatten.
Der Merksatz, der alles zusammenhält, fiel in der ersten Hälfte: „Das Entscheidende an der Methode ist, die eine Stelle zu finden, die eine Stelle zu behandeln und alles in Ruhe zu lassen."
Die Frage, die danach am häufigsten kam
Nicht die Fallverläufe lösten die meisten Nachfragen aus, sondern eine Sorge: Lässt sich das überhaupt lernen, wenn man nie manuell gearbeitet hat? Die Antwort stand schon im Vortrag:
„Wenn Sie jetzt sagen, ich bin kein Hands-on-Therapeut … Dr. Rayess hat sein System so perfektioniert, dass er auch anhand des MRT-Bildes sehen kann, wo diese primäre Läsionsstelle ist."
Die Methode hat zwei Eingänge – die Hand und das Bild. Wer palpieren kann, ertastet die primäre Läsion. Wer das nie gelernt hat, lernt, das MRT anders zu lesen: nicht auf den Befund schauen, den alle sehen, sondern auf die Stelle, die das System irritiert. Was eine Primärläsion ist und warum der Schmerzort selten der Problemort ist, steht ausführlich im Beitrag „Der Schmerzort ist selten der Problemort".
Ehrlichkeit im Fachkreis
Ein Kongresspublikum aus Ärztinnen, Ärzten und Therapeuten hört genau hin, wenn Fallvideos gezeigt werden. Deshalb galt im Saal dasselbe wie hier im Blog: Die gezeigten Verläufe sind Einzelfalldokumentationen aus der Praxis von Dr. Rayess und Florian Schöning. Sie belegen ein diagnostisches Vorgehen, keine Regel. Auf die Frage, ob es bei jedem Patienten so laufe, gab es im Vortrag eine klare Antwort: nein – aber es gibt Möglichkeiten bei manchen Patienten, bei denen man sich sonst die Zähne ausbeißt.
Dank
Dank an die IGGMED für die Einladung und den Abschluss-Slot, an das Team des Europahauses für Technik und Geduld – und an die Vorrednerin, die die fünfprozentige Glukose schon erwähnt hatte, bevor NeuroNJect überhaupt an der Reihe war.
Wie es weitergeht
Drei Wochen nach dem Kongress kehren Dr. Adel Rayess und Florian Schöning in denselben Saal zurück: NeuroSPINE Seminar Level 1, 25.–27. September 2026, Europahaus Wien – drei Tage, 70 % Praxisanteil, maximal 20 Teilnehmende. Dort wird gezeigt, was in 26 Minuten nur angerissen werden konnte: die Primärläsion mit der Hand und im MRT finden, die Manipulation an einer Stelle, die NeuroNJect-Technik.
Dieser Beitrag berichtet über eine Fortbildungsveranstaltung für Fachpersonal und gibt die dort vorgetragene Lehrmeinung und Erfahrung der Referenten wieder. Die erwähnten Fallverläufe sind Einzelfalldokumentationen; sie sind keine Zusicherung eines bestimmten Behandlungsergebnisses und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.
Florian Schöning — Heilpraktiker und Physiotherapeut (M.Sc.), Mitbegründer von NeuroSPINE und Entwickler der NeuroNJect-Injektionstechnik. 20 Jahre klinische Erfahrung · 120+ Fortbildungen · NeuroNJect/Neuromodulation.
Mehr über Florian Schöning →- Über eine Million Follower: Dr. Adel Rayess erhält den YouTube Gold Play ButtonDer YouTube-Kanal von Dr. Adel Rayess hat die Marke von einer Million Abonnentinnen und Abonnenten überschritten – YouTube würdigt das mit dem Gold Play Button.
- Dr. Adel Rayess für die Digital Creator Awards 2026 nominiertDr. Adel Rayess ist in der Kategorie "Health" für die Digital Creator Awards 2026 nominiert – eine Publikumsabstimmung für arabischsprachige Content-Creator.
- Die Ursache finden, bevor man behandelt: Rückblick auf das erste NeuroSPINE-SeminarDrei Tage, eine Fragestellung: Wo beginnt eine Beschwerde wirklich? Ein Rückblick auf das erste NeuroSPINE-Seminar in Wien – und auf die diagnostische Denkweise dahinter.